Pheromone beim Menschen – Wie viel Einfluss haben sie wirklich?

Pheromone sind chemische Botenstoffe, die unbewusst Informationen unter Artgenossen übermitteln. Im Tierreich spielen die Signalstoffe vor allem in Bezug auf das Sexualverhalten eine wichtige Rolle, sind aber auch in anderen Bereichen des Sozialverhaltens von zusammen lebenden Tieren wichtig. Lange Zeit wurde vermutet, dass Menschen auch durch Pheromone in ihrem Verhalten beeinflusst werden, die Lokalisation eines Pheromon Rezeptors beim Menschen gelang allerdings nicht. Doch im April 2015 schafften es Wissenschaftler der Universität Bochum einen Pheromon Rezeptor nachzuweisen, der durch einen bestimmten Geruch aktiviert wird. Doch wie viel Einfluss haben die Botenstoffe tatsächlich auf das menschliche Verhalten und können synthetisch hergestellte Pheromone Menschen bei der Partnersuche helfen?

Lässt sich der Mensch durch Botenstoffe beeinflussen?

"Jemanden gut riechen können". Dieser Satz beschreibt auf einfache, aber doch treffende Weise, wie viel Einfluss der Geruch eines Menschen darauf hat, ob wir in ihm einen potentiellen Sexual- und Lebenspartner sehen. Nicht nur der genetische Code eines Menschen hat Einfluss darauf wie er riecht, sondern auch die Ausschüttung von Pheromonen kann die Attraktivität eines Menschen steigern. Das zeigt auch der Pheromone Test auf PheromoneVip. Pheromone kann man zwar nicht bewusst über die normalen Riechorgane erschnüffeln, aber sie werden unbewusst von der menschlichen Riechschleimhaut erkannt und erzeugen eine bestimmte Reaktion im Gehirn. Dabei können die Pheromone auch wie ein Aphrodisiakum wirken.

Die Reaktionen, die ein Mensch auf die Ausschüttung eines Pheromons hin zeigt, sind natürlich sehr viel differenzierter und weniger schematisch als dies bei anderen Wirbeltieren der Fall ist. Im Vergleich zu Tieren verfügen Menschen über viel weniger Pheromone. Grund dafür ist, dass der Evolutionsdruck auf den Menschen nicht mehr so hoch ist.

Die Studien der Universität Bochum haben gezeigt, dass bei der Wahrnehmung von Pheromonen ganz andere Hirnregionen aktiviert werden, als das beim Riechen von "normalen" Düften der Fall ist. Aktiviert wird nämlich nicht nur das limbische System, sondern auch der Hypothalamus. Der Hypothalamus ist eine Hirnregion, welche die Hormonaktivität von Menschen regelt und somit auch die Sexualität beeinflusst.

pheromoneparfengPheromone können die optische Wahrnehmung verändern

Eine interessante Studie zum Thema Pheromone haben Psychologen der Universität Peking durchgeführt. Sie zeigten Probanden Filmsequenzen von menschlichen Gestalten, die nur durch weiße Lichtpunkte dargestellt wurden. Die männlichen und weiblichen Probanden sollten anhand dieser Filme einschätzen, welchem Geschlecht die gezeigten Menschen angehören. Parallel ließen die Wissenschaftler die Testpersonen entweder an einem weiblichen oder einem männlichen Botenstoff riechen. Schnüffelten Männer an einem weiblichen Botenstoff, waren sie der Ansicht, die dargestellten Personen seien weiblich. Rochen Frauen den männlichen Duftstoff gingen sie vermehr davon aus, die gezeigten Personen seien Männer. Was das Gehirn optisch wahrnimmt, kann also durch Pheromone beeinflusst werden.

Schon eine sehr frühe Studie aus den 1970er Jahren zeigt, dass Frauen Männer attraktiver finden, wenn sie zuvor an mit dem männlichen Pheromon getränkten Tüchern gerochen haben. Männer interessieren sich im Gegenzug besonders stark für eine Frau, wenn sie gerade einen Eisprung hat. Die Wirkung von Pheromonen auf das menschliche Sexualverhalten ist also nicht zu unterschätzen.

Können synthetisch hergestellte Pheromone beim Flirten helfen?

In manchen Großstädten Deutschlands werden regelmäßig Pheromon Partys (faz.net berichtet) veranstaltet, bei der die Attraktivität und Anziehungskraft anderer Partygäste anhand von getragenen Shirts ermittelt werden soll. Zu diesem Zweck wird fleißig an getragener Kleidung gerochen. Findet man den Duft des T-Shirts angenehm, dann wird ein Kennenlernen mit der entsprechenden Person arrangiert. Der Erfolg dieser Flirttechnik ist ungewiss, aber es gibt tatsächlich synthetisch hergestellte Duftstoffe, die den Erfolg beim anderen Geschlecht steigern sollen. Doch was können Sie von diesen Parfüms oder Duftzusätzen tatsächlich erwarten?

  1. Vermeiden Sie zu hohe Erwartungen, durch das Auftragen eines Pheromon Parfüms werden Sie nicht unwiderstehlich
  2. nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Pheromone
  3. Pheromon Düfte können Ihnen mehr Selbstbewusstsein verleihen
  4. Pheromon Parfüms entfalten mehr Wirkung gegenüber Menschen, die Sie noch nicht kennen
  5. da die Pheromone an sich nicht "riechbar" sind, sollten sie mit einem anderen, angenehmen Duft kombiniert werden